Wein wird in der Kirche schon seit Urzeiten verwendet. Es ist ein alter Brauch, dass der sogenannte Messwein zu christlichen Gottesdiensten, der Heiligen Messe oder des Abendmahls gereicht wird. Entstanden ist diese Tradition durch die Stiftung von Brot und Wein an seine Jünger von Jesus am Abend vor seinem Tod, dem letzten Abendmahl.
Der Wein hat in der Kirche eine recht sakrale Bedeutung. Als Altarwein sind so nur bestimmte Weine zugelassen, wo Weinanbau und Weinzubereitung von der katholischen Kirche nachhaltig gepflegt und veredelt wird. Nicht zuletzt wegen des christlichen Glaubens verbreitete sich der Weinanbau im Mittelalter so stark, sodass wir hier noch heute zahlreiche Weingüter haben, die sich alle einer großen Beliebtheit erfreuen. Im Mittelalter wurde der Weinanbau noch stark durch die Kirche unterstützt.
Früher im Mittelalter war als Messwein nur Rotwein zugealassen. Erst im 15. Jahrhundert war zum ersten mal Weißwein zugelassen. Das liegt vor allem daran, dass Rotwein früher als edler galt. Die Farbe Rot sollte schließlich das Blut Christi symbolisieren. Da Weißwein aber praktischer war, gewann dieser zunehmend an Bedeutung. Das einzige, was heute noch für den Wein im Kirchengesetz vorgeschrieben ist, dass der Wein naturrein und aus Weintrauben gewonnen sein muss, die nicht verdorben sind. Auch Zuckerzusätze oder andere Beigaben sind hier in den Wein verboten. Beigabe von Alkohol jedoch ist erlaubt. Das führt hier dazu, dass unter anderem sogar Sherry oder Portwein als Messwein verwendet werden darf.
In der evangelischen Kirche sind die Regeln, was Messwein betrifft, lockerer. So ist auf Rücksichtnahme gegenüber Kindern und alkoholkranken Menschen auch Traubensaft zugelassen.